Carbon Black

Weltmarkt und Chancen

Allein in Deutschland fallen jährlich rund 630.000 Tonnen Altreifen an. EU-weit sind es 3,2 Millionen Tonnen, in den USA sogar 4,4 Millionen. Davon landen selbst in der EU immer noch 4 % auf einer Deponie, 50 % werden in Brennöfen der Zementindustrie verheizt. Ein weiterer Großteil wird zu Granulat und Gummimehl für den Einsatz in Straßenbelägen und Sportplatzböden vermahlen. Die ökologischen und ökonomischen Verwertungsergebnisse liegen dabei deutlich unter dem Wert der gebundenen Rohstoffe.

Altreifen: ein ungehobener Schatz

Neben Öl und Gas enthält Gummigranulat Industrieruß, den Hochtechnologie-Werkstoff Carbon Black. Carbon Black dient vielen Industriebereichen als Grundstoff – zur Farbstoff-, Reifen- und Gummiherstellung sowie zur Kunststoffproduktion. Damit ist Industrieruß ein wichtiger Rohstoff mit stetig steigender Nachfrage: Experten rechnen mit einem jährlichen Marktwachstum von mindestens 4 %. Derzeit erwartet man einen jährlichen Bedarf von ca. 13 Millionen Tonnen.

Der Bedarf an neuem Erdöl sinkt

Ein Verfahren, das die verwendeten Rohstoffe aus Altreifen zurückgewinnt, schließt zum ersten Mal den Wertstoffkreislauf bei der Reifenherstellung: Das wiedergewonnene Carbon Black kehrt in den Herstellungsprozess zurück und zirkuliert mit nur noch geringfügigen Verlusten im Kreislauf. Der Bedarf an neuem Erdöl und Erdgas sinkt signifikant. Dadurch werden Reifenhersteller von den fossilen Brennstoffen und den damit verbundenen Preisvolatilitäten an den Rohstoffmärkten unabhängiger. In der Konsequenz sinken die Kosten für den Einkauf von Carbon Black und damit für die gesamte Reifenproduktion erheblich. 

Weltmarkt für Carbon Black